In einem bahnbrechenden Pilotprojekt hat Berlin die weltweit erste Ampel mit einer integrierten Schlummerfunktion eingeführt. Dieses Wunderwerk der Technik erlaubt es Fußgängern, die Rotphase zu „snoozen“ und somit das Umschalten auf Grün um bis zu neun Minuten zu verzögern.
Die innovativen Ampeln, die mit einem großen blauen Schlummerknopf direkt unter dem traditionellen Druckknopf für Fußgänger ausgestattet sind, sollen dabei helfen, die Effizienz des städtischen Schlafmanagements zu steigern. Laut dem Berliner Verkehrssenat sind die Ampeln „eine Antwort auf die hektische Natur des modernen Lebens und bieten eine wohlverdiente Pause für die ständig übermüdeten Bürger der Stadt.“
Die Betätigung des Schlummerknopfs löst eine sanfte, beruhigende Melodie aus, die Fußgänger dazu einlädt, sich an der Kreuzung hinzulegen und ein kurzes Nickerchen zu halten, während die Autos um sie herum ihre Kreise ziehen. Die Melodie wurde von einem lokalen DJ komponiert, der sich auf das Genre der „Urbanen Entspannungsmusik“ spezialisiert hat.
Kritiker des Projekts behaupten, die Ampeln seien ein Sicherheitsrisiko, doch die Stadtverwaltung versichert, dass alle Schlummerampeln mit Notfall-Weckfunktionen ausgestattet sind, die Fußgänger sanft wecken, sollten sie Gefahr laufen, überfahren zu werden.
Der erste Testlauf der Ampel fand an der berüchtigten Kreuzung Unter den Linden statt, wo die durchschnittliche Wartezeit für Fußgänger bisher bis zu fünf Minuten betragen konnte. Seit der Einführung der neuen Ampeln haben Beobachter eine deutliche Zunahme von Personen festgestellt, die öffentlich auf Gehwegen schlummern, was wiederum zu einem spürbaren Rückgang des Fußgängerverkehrs und einer Erhöhung der allgemeinen Entspannung geführt hat.
Als nächster Schritt plant die Stadt Berlin die Einführung von „Snooze-Zonen“, speziellen Bereichen mit weichen Unterlagen und Schlafmasken, die direkt an den Ampeln angebracht werden. „Wenn das Leben dir Rot zeigt, drück einfach auf Snooze“, so der Slogan der Kampagne.
Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Initiative auf den Verkehr in der Hauptstadt auswirken wird. Aber eines ist sicher: Die Berliner können sich auf viele entspannte Rotphasen freuen.