Palma de Mallorca – Der Ballermann, einst bekannt als Mekka der Partywütigen und Liebhaber des günstigen Alkohols, erlebt eine Renaissance. Doch diesmal nicht als Partyhochburg für den Durchschnittstouristen. Nein, der Ballermann wird bis 2028 zum neuen Treffpunkt für die Superreichen und Berühmtheiten aus aller Welt.

Der traditionelle Bierkönig wird als erstes seine Tore schließen und durch den luxuriösen „Champagnerkaiser“ ersetzt. Hier wird der Champagner nicht in Gläsern, sondern direkt aus goldenen Bierhumpen serviert – ein wahrer Hauch von Klasse. Und für diejenigen, die sich nach einem Stückchen Heimat sehnen, gibt es Sangria aus diamantbesetzten Strohhalmen.

„Es ist einfach fantastisch“, schwärmt Baronin von Schnösel, die ihre Sommerurlaube zukünftig am Ballermann verbringen will. „Früher musste ich nach St. Tropez oder Monaco reisen, um mich zu amüsieren. Aber jetzt kann ich das gleiche Luxuserlebnis direkt am Ballermann haben, umgeben von Sand, Meer und, natürlich, dem unverwechselbaren Geruch von Bratwurst.“

Auch die Unterkünfte werden ein Upgrade erfahren. Die klassischen Hotels werden durch schicke Boutique-Resorts mit Privatstränden und Hubschrauberlandeplätzen ersetzt. Und für diejenigen, die das ultimative Luxuserlebnis suchen, gibt es die „Baller-Suiten“, komplett mit einem persönlichen DJ und einem 24-Stunden-Buffet mit den feinsten Delikatessen Mallorcas.

Doch trotz all des Luxus gibt es auch Kritik, denn der Wandel ist schon heute zu spüren. Einige Traditionalisten fühlen sich vom neuen Ballermann ausgeschlossen. „Es ist einfach nicht dasselbe“, klagt Jürgen Partyhütchen, ein langjähriger Ballermann-Besucher. „Ich vermisse die Zeiten, in denen man mit einem Bierhumpen in der Hand zum Schlager tanzen konnte. Aber jetzt wird man komisch angeschaut, wenn man nicht mindestens drei Nullen auf dem Preisschild seines T-Shirts hat.“

Ob man nun Fan des neuen Luxus-Ballermanns ist oder nicht, eines ist sicher: Der Ballermann wird nie wieder derselbe sein.

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Von Graphitstange

Abseits des Schreibens ist Graphitstange ein begeisterter Vogelbeobachter und Sammler von historischen Schreibgeräten, eine Leidenschaft, die ihm auch seinen ungewöhnlichen Spitznamen eingebracht hat. Er lebt derzeit in Berlin mit seiner Katze "Tinte" und plant, in naher Zukunft ein Buch über seine lustigsten und provokativsten Artikel zu veröffentlichen.

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